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Land Rover Defender V8 Works - Investment oder Fehlinvestition?
Der Land Rover Defender wurde nach 68 Jahren Bauzeit im Jahr 2016 eingestellt.
Bereits beim Kauf unseres Land Rover Defender LXV (65th Anniversary-Edition) war bekannt, dass der Defender in den nächsten Jahren eingestellt wird und vorerst keinen Nachfolger bekommen wird.
Man hat bei unserem Verkaufsgespräch bereits davon gesprochen, dass damit zu rechnen ist, dass die Preise für gebrauchte Defender nach Produktionsende ansteigen werden. Dass sich die Preise so entwickeln würden, dass Autos mit einer KM-Laufleistung von ca. 100.000km, zum Neuwagenpreis gehandelt werden (39.000-45.000€), hatte zum damaligen Zeitpunkt niemand erwartet. Sehr gepflegte Fahrzeuge, von Sondereditionen mit Dieselmotoren, wurden nach 2016 für bis zu ca. 95.000€ angeboten.
Anlässlich des 70. Geburtstags von Land Rover, wurde eine Land Rover Defender V8 Works 70th Edition herausgebracht. Die V8 Works 70th Edition, mit erstmalig einem Leistungsstarken 5.0l-V8, 405 Benzin-PS und ZF 8-Gang-Automatikgetriebe, wurde auf 150 Fahrzeuge limitiert und hatte einen Neuwagenpreis von ca. 160.000€.
Zum Vergleich: Die bisherigen Modelle mit Dieselmotoren lagen zuletzt in der Preisrange 39.000-45.000€ (für Neuwagen), auch in Sonderausführungen mit „Edel-Interieur“.
Auch wenn ich die Idee von Land Rover, einen Leistungsstarken V8-Motor, wie bei der Mercedes G-klasse (G55 oder G63), gut fand, hielt ich den Preis zum damaligen Zeitpunkt, bereits für ambitioniert.
Man darf nicht vergessen, die Karosse, die Felgen, sowie das komplette Interieur, waren bereits 1:1 in den Dieselmodellen von 2009 bis 2016 verbaut. Man ist lediglich hingegangen und hat den Fünfliter-V8 aus dem Range Rover, allerdings ohne Kompressor, genommen und diesen mit einem ZF 8-Gang-Automatikgetriebe in den „alten“ Defender eingebaut. Bestimmt wurden dafür eine neue Spritzwand, sowie ein neuer Kardantunnel entwickelt bzw. es gab Anpassungen an den alten Ausführungen und es gab zudem andere Achsen, Differentiale und eine bessere Bremsanlage – jedoch handelt es sich bei keinem der genannten Bauteile (Motor, Achsen, Getriebe u. Bremsen) um keine Neuentwicklung.
Land Rover hatte also nichts anderes gemacht als die bekannten Land Rover Tuner, wie z.B. Overfinch usw. . Land Rover wendete das Baukastenprinzip an.
Zu der oben genannten Tatsache kam hinzu, dass es keine Neuzulassungen eines Classic Defenders geben konnte, da der Classic Defender die strengeren Crashnormen schlicht nicht mehr erfüllte. Man bediente sich an bereits zugelassenen Karossen, um hier nicht in Konflikt mit den Gesetzgerbern zu geraten.
Für mich gibt es hier keine Unterschiede zu dem, was bekannte Tuner bereits in der Vergangenheit getan haben.
Die 150 Fahrzeuge der Defender V8 Works 70th Edition waren direkt nach Verkaufsstart ausverkauft. Nach circa einem Jahr wurden erste Wagen für über 200.000€ am Markt angeboten.
Link zum Bild
Im Jahr 2021 brachte Land Rover die Works V8 Trophy Edition auf den Markt. Die Works V8 Trophy Edition war eine von 25 Fahrzeugen limitierte Sonderedition, in Anlehnung an die legendären Defender bzw. Serie III der Camel-Trophy. Der Verkaufspreis lag hier bei ca. 220.000-230.000€. Im Preis enthalten war ein exklusives 3-tägiges Kunden-Event auf dem Anwesen von Eastnor Castle in den West Midlands, wo Land Rover eine legendäre Offroad-Teststrecke betreibt.
Grober Unterschied der V8 Trophy Edition zur V8 Works 70th Edition, sind die Farben - Lackierung (Camel Trophy-Farbton) , sowie wurde das Interieur farblich angepasst, außen angebrachter Überrollkäfig mit Dachgepäckträger, Leiter am Heck, Zusatzbeleuchtungen (Schweinwerfer) über der Frontscheibe, Seilwinde, Stahlfelgen sowie die exklusive Kundenveranstaltung.
Ich stellte mir damals die Frage, ist der Mehrpreis von ca. 60.000€ für die oben genannten Unterschiede gerechtfertigt? Der Markt bejahte meine Frage ganz klar, indem auch die 25 Fahrzeuge sofort an exklusive Kunden verkauft waren.
Nachdem Eintreffen der Nachricht, dass die 25 Fahrzeuge für den o.g. Preis verkauft waren, stellte ich mir die Frage, was passiert als nächstes? Wie entwickeln sich die Preise?
Land Rover lieferte mir schnell die Antwort, indem sie 2022 den Defender Works V8 Trophy II vorstellten. Wieder eine von 25 Fahrzeugen limitierte Sonderedition zu einem Verkaufspreis ab 268.000€. Grober Unterschied von der Works V8 Trophy II zur V8 Works 70th Edition sind die Farb-Lackierung (Camouflage) sowie wurde das Interieur farblich angepasst, außen angebrachter Überrollkäfig mit Dachgepäckträger, Leiter am Heck, Zusatzbeleuchtung in Form einer LED-Lightbar über der Frontscheibe und einer Seilwinde.
Erneut stellte ich mir die Frage, ist der Mehrpreis von ca. 109.000€, im Vergleich zu einem V8 Works 70th Edition, gerechtfertigt? Wiedermals bejahte der Markt meine Frage ganz klar, indem auch die 25 Fahrzeuge sofort an exklusive Kunden verkauft waren.
Auch hier stellte ich mir als nächstes wiedermal die Frage, was passiert als nächstes? Setzt Land Rover noch einen drauf?
Land Rover bejahte zum Teil auch diese Frage, indem sie 2023 anlässlich des 75. Markengeburtstag, den Defender Works V8 Islay Edition vorstellten. Die Islay Edition ist auf 30 Fahrzeuge limitiert worden und wurde zum Verkaufspreis ab 262.000€ angeboten. Grober Unterschied zu der Works V8 Islay Edition zur V8 Works 70th Edition sind die Farben-Lackierung ( Kombi Mid Grey/ Limestone) sowie Interieur farblich angepasst und Stahlfelge. Augenmerk der Islay Edition ist das Interieur. Die Sitze, Türverkleidung, die Mittelarmlehne und die Sonnenblende sind mit Tweed- Applikation versehen. Zudem sind in jeder Cubby Box (Mittelarmlehne) Holzelemente aus Eichenholz von Whiskyfässern aus der Kilchoman Whisky-Brennerei enthalten. Die Kilchoman Whisky-Brennerei wurde 2005 von Kathy Wills und ihrem Ehemann gegründet. Kathy Wills ist die Enkelin von Spencer Wills, einem Gründer von Land Rover.
Auch die Islay Edition soll laut Medienberichten ausverkauft sein.
Wie bereits bei den drei vorherigen V8 Works Editionen, stellte ich mir erneut die Frage, was passiert als nächstes? Setzt Land Rover nochmal einen drauf? Wie entwickeln sich die Preise für die limitierten V8 Works Editionen?
Mein Bauchgefühl sagt mir, es kommt wieder was und so war es auch.
Seit 2024 besteht die Möglichkeit bei Jaguar Land Rover Classic sich einen individuellen V8 Works als 90er oder 110er zu bestellen. Unter dem folgenden Link findet ihr den Konfigurator:
Hier zum Konfigurator von Land Rover
Auch auf meine Preisfrage hin, finde ich am Markt Antworten. Jaguar Land Rover Classic in Essen-Kettwig bietet einen 70th Edition für 269.000€ an. Der Jaguar Land Rover Vertragshändel Moll GmbH & Co. KG aus Düsseldorf, bietet einen Works V8 Islay Edition für 349.950€ an.
Um meine Grundfrage aus der Headline zu beantworten, es scheint, Stand heute, ein Investment mit nennenswerter Prozentsatzverzinsung zu seien, eine limitierte Defender V8 Works Edition zu kaufen.
Ich bin sehr gespannt, wie sich der Markt in Zukunft verhält.
Land Rover Defender Sonderserien: LXV - 65th Anniversary
Defender als Investment?
Immer wieder werde ich angeschrieben und angesprochen, was mein Defender LXV neu gekostet hat. Die Gespräche haben im Anschluss immer den gleichen Verlauf, „Ohh, jetzt kostet ein Gebrauchter deutlich mehr“ oder „Die Defender-Preise sind im Allgemeinen deutlich angezogen“.
Diese Art der Gespräche hat mich dazu gebracht, eine Blog- wie YouTube-Reihe zu den Sonderserien des alten Defenders zu bringen und zu zeigen, dass sich eine Investierung in einen originalen Defender durchaus lohnen kann.
Ich möchte mit dieser Sonderreihe zeigen, wie die Sonderserien beim Händler ausgeliefert wurden, denn nach meinem Dafürhalten haben originale Autos die beste Wertsteigerung bzw. beste Kapitalverzinsung.
So, und nun zur Sonderserie LXV:
Unter der Überschrift „65 Jahre Kult“ hat Land Rover zum 65. Geburtstag des Land Rover Defender, welcher seit 1948 produziert wird (mit wenigen Änderungen), eine Sonderserie im Jahr 2013 in den Handel gebracht. Das Sondermodell LXV (röm. Zahl 65) wurde weltweit auf 605 Fahrzeuge limitiert. Von den 605 Fahrzeugen der limitierten Edition, wurden 130 Stück auf dem deutschen Markt verkauft. Die LXV-Sonderserie gab es nur im 90er und 110er Radstand in zwei speziellen Farbvarianten und diese hatte als 90er-Radstand einen Listenpreis von 39.900,00€ und als 110er-Radstand einen von 45.500,00€.
Ich selber habe im Internet in den letzten 6 Jahren bei Mobile und AutoScout24 folgende Varianten der o.g. Radstände gesehen: 90er Radstand mit seitlichen Fenstern hinten (beide Farbvarianten) und ohne seitliche Fenster hinten (nur Metallic-Lackierung in Santorini Black) , 110er als Stationwagon in beiden Farbvarianten und einmal habe ich einen 110er als Crew Cab bzw. 110 Double Cab Pick up in weiß gesehen.
Was gab es für die o.g. Preise?
Als Basis diente der Defender SE mit folgender serienmäßigen Ausstattung:
Alarmanlage, perimetrisch, mit Wegfahrsperre
Mittendifferenzialsperre
Schmutzfänger, hinten
seitliche Trittbretter
Motor: 2,2l TD4 Diesel, maximale Leistung 90 kW (122 PS) bei 3.500 min und ein maximales Drehmoment von 360 Nm bei 2000 min
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe mit Geländeuntersetzung
Zusätzlich zu der Basisausstattung, gab es bei dem Defender LXV folgende Ausstattung zusätzlich:
Innenraum:
Ablagebox bzw. Chubbybox mit Kontrastnähten in Orange
LXV-Schlüsselanhänger aus Metall mit LXV-Prägung
Exklusivpaket (elektrische Fensterheber vorn und Zentralverriegelung)
Gepäcknetz in der Hecktüre
Klimaanlage
Lederlenkrad mit orangen Kontrastnähten
Mittelkonsole in Corris Grey lackiert
7-Sitzer-Paket
Premium Leder-Stoff-Sportsitze mit Land Rover und LXV-Logo mit Sitzheizung
Alle 7 Sitze verfügen über Kontrastnähte in Orange
Alpine Radio mit CD, USB, Bluetooth mit Freisprecheinrichtung
4 Lautsprecher
Fußmatten mit LXV-Emblem
Winterkomfortpaket, d.h. Windschutzscheibe beheizt, Sitzheizung
Außenausstattung:
Es gab zwei Farbvarianten beim Außenlack: Metallic-Lackierung in Santorini Black oder Uni-Lackierung Fuji White. Das Fuji White stammt vom Range Rover und war sonst beim Defender nicht erhältlich. 16“ Saw Tooth-Felgen in Glossy Grey, mit silbernen Land Rover Emblemen auf den Radnaben.
Goodyear MT/R-Bereifung
Felgenschloss in Schraubenoptik
ABS inkl. Elektronischer Traktionskontrolle
Lamellen des Frontgrills in Santorini Black lackiert
LXV-Aufkleber am Heck und den beiden vorderen Türen
Radhausverbreiterung in Wagenfarbe lackiert
Scheinwerfereinfassung und Umrandung des Frontgrills in Corris Grey lackiert
Preisentwicklung:
Da die Stückzahl nur begrenzt ist, ist der Preis in den letzten Jahren gut gestiegen.
90er werden mit hohen km-Ständen für 35.000,00€ - 45.000,00€ gehandelt und mit niedrigen km-Ständen unter 100.000 km für 45.000,00€ bis 75.000,00€.
Bei dem 110er sieht es dahingehend etwas anders aus. Hier werden hohe km-Stände (also ab 100.000km) für 40.000€ - 65.000€ gehandelt und niedrige km-Stände unter 100.000km von 50.000,00€ bis 85.000,00€. Die soeben genannte Preisentwicklung stammt aus der Vergangenheit und ich schätze, dass die Preise in der Zukunft noch ein wenig steigen werden.
Der o.g. 110er Crew Cab wurde damals für ca. 60.000€ angeboten und hatte einen km-Stand unter 100.000 km. Ob es sich hierbei um ein original gehandelt hat, konnte ich leider bisher nicht bei Land Rover verifizieren.
Ersatzteilversorgung:
Im Jahr 2018 habe ich bei meinem örtlichen Land Rover Händler nach Ersatzteilen für meinen LXV gefragt. Ich wollte die Fußmatten, wie den Schlüsselanhänger nachbestellen, da ich meinen damals nicht mehr gefunden habe. Laut dem örtlichen Land Rover Händler wären die Teile nicht zu bestellen. Kurz darauf habe ich selbst im Classic Center in Essen Kettwig angerufen. Hier waren die Teile noch normal verfügbar und man konnte mit Ersatzteilnummern wie Preise nennen.
Fußmattensatz LR051769 Preis. ca. 250,00€
Schlüsselanhänger LR051770 Preis. ca. 234,00€
Aber aufgepasst!
Ihr könnt die Teile nur nachbestellen, wenn Ihr euren Fahrzeugbrief oder Fahrzeugschein bei Bestellung vorlegt.
Ich hoffe, dass ich euch mit den oben aufgeführten Informationen und Bildern einen guten Eindruck vermitteln konnte, was einen originalen Defender LXV – 65. Anniversary ausmacht.
Sollte ich Informationen vergessen haben, könnt ihr mich gerne persönlich anschreiben, damit ich diese nachtrage.
Range Rover P38
Mein erster Blog-Post ist anlässlich meines Neuzugangs über den Range Rover P38.
Viele stellen sich wahrscheinlich die Frage, warum hast du P38 gekauft?
Ganz einfach! Es ist das Pendant zu meinem Jaguar X308 ist und ein Zwischending,
zwischen meinem Jaguar und meinem Defender.
Der Range Rover P38 wurde von 1994 bis 2002 in der Fabrik in Solihull produziert.
Es wurden insgesamt etwa 167.259 Exemplare produziert. Seinen Namen "P38" bzw. "P38A",
hat er von dem Bürogebäude, indem die Entwicklung ihren Sitz hatte.
Während der frühen Entwicklungsphasen befand sich das Engineering-Team im Engineering Block in Solihull,
und das Fahrzeug war unter den Projektbezeichnungen „Pegasus“ und „Discovery“ bekannt und wurde in P38A geändert,
als das Team in Block 38A in Solihull umzog. „Discovery“ wählte man zusätzlich, um die Presse zu verwirren
und abzulenken.
Es wird geschätzt, dass zwischen 5000-10.000 Fahrzeuge in Deutschland verkauft wurden.
Leider gibt es keine offiziellen Angaben dazu und ich habe diese Angabe aus einer unbestätigten Quelle.
Die geringe Stückzahl in Deutschland, lag vermutlich zum einen daran,
dass der SUV-Boom erst ab ca. 2005 eintrat und zudem war man vermutlich noch von dem Ergebnis, von "British-Elend" verschreckt :-)
Zum Design des P38:
Der P38 wurde von einem Team von Designern unter der Leitung von Charles Spencer King entworfen.
Er war auch für das Design des ursprünglichen Range Rovers aus den 1970er Jahren verantwortlich.
Für den P38 wurde das Design des ursprünglichen Range Rovers weiterentwickelt und modernisiert,
um den Anforderungen des modernen Marktes gerecht zu werden.
Das Ergebnis war ein markantes und elegantes Design, das den Range Rover P38 zu einem der ikonischen Geländewagen der 1990er Jahre machte.
Motorisierungen:
Insgesamt gab es drei verschiedene Motorisierungen für den Range Rover P38:
Bis 1999
4,0-Liter-V8-Benzinmotor mit einer Leistung von 190 PS | 320 Nm bei 3000 rpm
4,6-Liter-V8-Benzinmotor mit einer Leistung von 224 PS | 377 Nm bei 3000 rpm
2,5-Liter-Turbodieselmotor mit einer Leistung von 136 PS (BMW M51 Motor) | 270 Nm bei 2300 rpm
Es ist auch zu beachten, dass im Laufe der Produktionszeit des P38 einige kleinere Änderungen an den Motoren
und deren Spezifikationen vorgenommen wurden.
Das neue Bosch Motronic Motormanagementsystem aus dem BMW 7er (E38) wurde erstmalig eingesetzt. Dies ersetzte das Lucas "SAGEM" GEMS-System.
Dadurch veränderte sich bei den V8-Motoren (4,0 u. 4,6-Liter) Leistung und Drehmoment.
Ab 1999
4,0-Liter-V8-Benzinmotor mit einer Leistung von 188 PS | 340 Nm bei 2600 rpm
4,6-Liter-V8-Benzinmotor mit einer Leistung von 218 PS | 400 Nm bei 2600 rpm
Die Benzinmotoren verfügen üben 100l Tank und der Diesel über einen 90l Tank.
Abmaße:
Die Abmaße sind bei allen Motorisierungen wie folgt:
Radstand: 274.0 cm
Länge: 471.0 cm
Breite: 189.0 cm
Höhe: 182.0 cm
Kofferraumvolumen: 520 L
Fahrwerk:
Das Luftfahrwerk des P38, auch EAS genannt (Electronic Air Suspension), war seinerzeit eine der Stärken des Fahrzeugs, da es in der Lage war,
eine gute Balance zwischen Komfort und Geländetauglichkeit zu bieten.
Der Range Rover P38 verfügte über Starrachsen.
Es können vier verschiedene Fahrmodis für die Straße, sowie das Gelände gewählt werden.
Es gibt noch einen zusätzlichen Modus, der dafür da ist, wenn die Karosse beispielsweise im Gelände aufliegt bzw. gestrandet ist.
Heute ist das Luftfahrwerk leider verschrien, da die Leitungen, Luftbälge und Kompressoren porös bzw defekt sind, aufgrund des Alters (Verschleiß).
Normale Werkstätten tun sich mit der Reparatur schwer, da ein P38 eher selten ist.
Es gibt viele gute Youtube-Videos und Anleitungen im Netz.
Der Neupreis für den Range Rover P38 hing von der Ausstattung und dem gewählten Motor ab.
Im Jahr 1994 betrug der Grundpreis für das Basismodell etwa 69.000 DM,
was umgerechnet rund 35.000 Euro entspricht.
Im Jahr 2002 lag der Neupreis für das Basismodell bei etwa 75.000 Euro.
Der Range Rover P38 war in drei Ausstattungsvarianten erhältlich: SE, HSE und Autobiography.
Die SE-Version war die Basisvariante und bot bereits eine umfangreiche Ausstattung.
Die HSE-Version war noch luxuriöser ausgestattet und die Autobiography-Version war die Top-Ausstattung mit einer noch umfangreicheren Ausstattung.
Zur SE-Version:
Die SE-Version des Range Rover P38 war die Basisversion und bot bereits eine umfangreiche Ausstattung.
Hier sind einige Details zur Ausstattung der SE-Version:
Luftfederung
Automatische Niveauregulierung
ABS und Traktionskontrolle
Elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel
Elektrisch verstellbare Vordersitze
Klimaanlage
CD-Wechsler
Fahrer- und Beifahrerairbags
Optional konnte die SE-Version mit weiteren Extras ausgestattet werden,
wie zum Beispiel einem elektrischen Schiebedach, Ledersitzen und einem Navigationssystem.
Die Preise für die SE-Version hingen von der Motorisierung und der Ausstattung ab.
Der Grundpreis im Jahr 1994 betrug etwa 69.000 DM, was umgerechnet rund 35.000 Euro entspricht.
Im Jahr 2002 lag der Neupreis für das Basismodell bei etwa 75.000 Euro.
Leider gibt es bei den Produktionszahlen keine offiziellen Zahlen. Es wird vermutet das mindestens 50% aller
Produzierten Range Rover P38, als SE-Version produziert wurden.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand die offiziellen Produktionszahlen zukommen lässt.
Zur HSE-Version:
Die HSE-Version des Range Rover P38 war die höherwertige Ausstattungsvariante und
bot zusätzlich zur SE-Ausstattung noch folgende Extras:
Elektrisch verstellbares Lenkrad
Memory-Funktion für Fahrersitz und Außenspiegel
CD-Wechsler mit Premium-Lautsprechersystem
Holzapplikationen an Armaturenbrett und Türverkleidungen
Ledersitze
Scheinwerferreinigungsanlage
Optional konnte die HSE-Version mit weiteren Extras wie z.B. einem Navigationssystem,
einem elektrischen Schiebedach oder einem Kühlschrank im Kofferraum ausgestattet werden.
Die Preise für die HSE-Version hingen von der Motorisierung und der Ausstattung ab.
Der Grundpreis im Jahr 1994 betrug etwa 79.000 DM, was umgerechnet rund 40.000 Euro entspricht.
Im Jahr 2002 lag der Neupreis für das Basismodell bei etwa 88.000 Euro.
Zur genauen Anzahl der produzierten HSE-Modelle des Range Rover P38 liegen leider auch nicht vor.
Es wird jedoch geschätzt, dass etwa 30-35% aller produzierten Range Rover P38 die HSE-Version waren.
Zur Autobiography-Version:
Die Autobiography-Version des Range Rover P38 war die am höchsten ausgestattete und exklusivste Variante.
Hier sind einige Details zur Ausstattung der Autobiography-Version:
Exklusives Lederinterieur (individual / verschieden Lederfarben)
Vordersitze mit elektrischer Verstellung und Memory-Funktion
Navigationssystem
Kühlschrank im Kofferraum
18-Zoll-Leichtmetallfelgen
Holzapplikationen am Armaturenbrett und an den Türen
Optional Klapptische für die zweite Sitzreihe, in den vorderen Sitzen
Optional konnte die Autobiography-Version mit weiteren Extras wie z.B. einem TV-System oder einem Telefonsystem ausgestattet werden.
Die Preise für die Autobiography-Version hingen von der Ausstattung ab. Der Grundpreis im Jahr 1995 betrug etwa 130.000 DM,
was umgerechnet rund 66.000 Euro entspricht.
Im Jahr 2002 lag der Neupreis für das Basismodell bei etwa 135.000 Euro.
Es handelt sich um die seltenste Variante des Range Rover P38.
Sondereditionen:
Es gab verschiedene Sondereditionen des Range Rover P38, wie zum Beispiel den Holland & Holland, den Linley und den Westminster.
Eine der bekanntesten Sonderediton ist die 30th Anniversary.
Der Range Rover P38 30th Anniversary war eine Sonderedition,
die im Jahr 2000 zum 30-jährigen Jubiläum des Range Rover vorgestellt wurde.
Hier sind einige Details zur Ausstattung der 30th Anniversary-Version:
Exklusives Lederinterieur in Bi-Colour grün/beige mit Lightstone-Piping (Biese)
Vordersitze mit elektrischer Verstellung und Memory-Funktion
Sitzheizung für Vorder- und Rücksitze
Echtholz-Interieurleisten - Burr Ahorn Holzfurnier
18-Zoll-Leichtmetallfelgen im Sechsspeichen-Design
Sonderlackierung in "Wimbledon Green"
30th Anniversary-Logos auf den Kotflügeln und an den Einstiegsleisten
CD-Wechsler und Radio mit Kassettenspieler
Zusätzlich konnte die 30th Anniversary-Version mit Extras wie einem Navigationssystem oder einer elektrischen Sonnendach-Option ausgestattet werden.
Der Grundpreis für den Range Rover P38 30th Anniversary betrug im Jahr 2000 etwa 95.000 DM,
was umgerechnet etwa 48.500 Euro entspricht. Es wird vermutet das 100 RHD- und LHD-Fahrzeuge produziert wurden.
Sonderausstattungen:
Es gab eine Vielzahl von Sonderausstattungen bei den o.g. Varianten,
wie zum Beispiel elektrisch verstellbare Sitze, ein Navigationssystem, eine Klimaautomatik,
eine Standheizung, ein elektrisches Schiebedach, Telefon und vieles mehr.
Hier werde ich nochmals gesondert darauf eingehen, sobald mir gute Preislisten vorliegen.
Prototypen:
Hinter den Kulissen versuchte man, dass das Luxus-Segment zu erweitern,
in dem man zwei Prototypen mit einem V12-Motor von BMW (5.4 V12 M73) baute.
Das Projekt wurde jedoch zurückgestellt und ging nie in Produktion.